2001 Internationales Chorsingen in Wien

 

tonArt auf großer Fahrt...    

 

 jinglebellsrockinkirche klein1Schnee, Ananas und Musik, wo gibt es das gleichzeitig, dazu noch je eine Prise Adventsstimmung, Weinseligkeit, Kultur,   Weltstadtflair und "Schmäh" darüber gestreut? Ganz einfach, in Wien und die Chorleute von "tonArt Schwabenheim/Saulheim" und der Männergesangverein "Germania" Saulheim kosteten die charmante Mischung fünf Tage lang ausgiebig. Waren sie doch eingeladen, am internationalen Chorsingen in der Walzerstadt teilzunehmen. Seit rund zwanzig Jahren fahren Chöre aus ganz Europa an die blaue Donau, um dort an den vier Adventswochenenden, jeweils freitags, samstags und sonntags ab 15.30 Uhr weihnachtliche Vorfreude oder besinnliche Minuten in den großen Festsaal des Rathauses zu tragen. Wien an und für sich ein  Erlebnis zu jeder Jahreszeit, verteilte seinen Charme an die Schwabenheimer und Saulheimer offensichtlich mit doppelter Prise,  denn am Ende ihrer ersten gemeinsamen Reise glänzten bei vielen der 129 Teilnehmer die Augen. Und während die einen vom gemeinsamen Singen bis tief in die Nacht mit Sängern aus den Niederlanden und Frankreich  schwärmten, schwelgten andere in Erinnerungen an den ergreifenden Auftritt im Seniorenheim am Prater oder den Gottesdienst in der Kirche am Zentralfriedhof. Alle genossen die Stadtrundfahrt, mit den Ausblicken zum Schloss Belvedere und den Blick zum Hundertwasserhaus. Jeder fand darüber hinaus  genügend Zeit für Wien à la Carte, sei es ein Opernerlebnis, der Gang durch die Sissi-Räume in der Hofburg, das Leopold-Museum oder Prater. Nicht zu vergessen die Kaffeehaus-Besuche mit kalorienreichen Sachertortenstücken und das Bummeln über die verschiedenen Weihnachtsmärkte. Wenn die Donau auch nicht blau dahinfloss, sondern eher braun und trist, der Himmel zur Begrüssung Schneeflocken auf die Häupter streute,  die Sonne erst Samstag und Sonntag strahlte, die Besucher aus Rheinhessen ignorierten es.  Dreh- und Angelpunkt für die Chorleute war das Hotel Ananas gleich am Naschmarkt. Hier schliefen und feierten sie, hier probten sie auch vor ihren Auftritten. Natürlich rundeten eine Reihe  von Gemeinsamkeiten, wie Essen im Wienerwald, Heuriger-Abend in Gumpoldskirchen und eine Stadtrundfahrt das Programm ab. Dann der Höhepunkt am Sonntag:  das Singen im Rathaus zur "Lebendigen Weihnacht". Während der MGV die vielen Zuhörer mit einem winterlich-besinnlichen Programm erfreute, würzte "tonArt" seinen Beitrag mit Schwung und "You light up my life" und spätestens beim  vom "Jingle Bell Rock" zum "Jingle Bell Walz" mutierten Gesang hatten sie die Herzen der Wiener erobert. Am Abend dann die Belohnung: Sprachenmischmasch und Enge im Festsaal. Alle eingeladenen Chöre des Wochenendes trafen sich zum Empfang. Bei Sekt und Häppchen empfingen sie nicht nur Dankesworte der Organisatoren und des Wiener Kulturdezernenten, sondern auch extra gefertigte Urkunden. Klar, dass die gemeinsam gesungene "Ode an die Freude" nicht fehlen durfte. Was nehmen Tonart und MGV "Germania" Saulheim mit nachhause? Nicht nur die Erinnerung an  beeindruckende Konzerterlebnisse und Wiener Glanzpunkte, sondern auch das Zusammenwachsen der Chorgemeinschaft und das Singen über Sprachbarrieren hinweg. Zurück bleibt ein leises Seufzen. Schade, dass es schon vorbei ist. Die nächste Chorreise? Sie kommt bestimmt, auch wenn das Wohin noch in den Sternen steht.

[Heike Sobotta]  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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